Insel Elba…

Die Insel Elba – wohl bekannt als Exil Napoleon Bonarpartes – ist ein beliebtes Ausflugsziel für Toskana Reisende, sofern man nicht ohnehin gleich direkt dort logiert.

Hat man selbst kein Boot oder Flugzeug bleibt nur die üblichste Form zur Insel zu kommen: mit der Fähre. Von Piombino bieten die Linien Toremar und Moby Lines einen quasi stündlichen Service nach Portoferraio. Für die etwa 10 Seemeilen (rund 18 Kilometer) benötigt die Fähre ca. eine Stunde.

Es empfiehlt sich, per Reisebüro vorab zu buchen. Die Preise sind etwa so durchschaubar wie für Flugreisen – also abhängig von Tageszeit, Wochentag, Personenanzahl, Buchungszeitpunkt etc. Über den Daumen gepeilt muss man mit zwei Personen, Hund und Auto für Hin- und Rückreise etwa 150€ einkalkulieren.
An Wochenenden ist Urlauberschichtwechsel und die Fähren sind entsprechend stark frequentiert. Sonst ist es auch problemlos möglich eine frühere Verbindung als gebucht zu nehmen, da die Abfahrtszeiten – typisch italienisch – eher als Richtwerte anzusehen sind.

Kulturell hat die Insel nicht allzu viel zu bieten, eher die traumhaften Strände animieren zu einem Besuch.

…mit Auto

Das Auto sollte man auf alle Fälle mitnehmen. Obwohl „nur“ eine Insel, ist Elba nicht gerade klein und bietet ein sehr gut ausgebautes Straßennetz womit das Erkunden deutlich angenehmer ausfällt. Elba ist eine gebirgige Insel, die höchste Erhebung erreicht immerhin 1000m. Entsprechend erinnern die Straßen auch frappant an Alpenpässe.

Diese Traumstrände offenbaren sich erst nach einem oft nicht einfachen Abstieg.

Die Rundstraße verläuft großteils entlang der Küste. Vor allem entlang der Nord- und Westküste gibt es auch immer wieder öffentlichen Strände sowie entzückende Buchten, die meist über Trampelpfade durch steiles Terrain zu erreichen sind. Man erkennt diese relativ leicht an den am Straßenrand parkenden Autos. Zwar bieten solcherart eroberte Strände keine Liegestühle, Sonnenschirme, Badeaufsicht und WC Anlagen; dafür sind diese meist idyllisch gelegen und es herrschen keine Regeln.

…und Hund

Italien und Hund – ein zwiespältige Beziehung. So gibt es seit kurzem Gesetze, wo nach Hunde auf öffentlichen Stränden zugelassen sind, die Kommunen gehen aber mittels Verordnungen ihre eigenen Wege. Auf den meisten öffentlichen Stränden sind Hunde in der Hauptreisezeit (Juni – September) vor 19:00 nicht gestattet – außer es wird extra darauf hingewiesen. Eigentlich unverständlich, denn meiner Erfahrung nach sind die Italiener selbst sehr hundefreundlich. Entsprechend gilt auch die italienische Lebenseinstellung: wo kein Kläger, da kein Richter.

Wer mit dem Hund nach Elba unterwegs ist, sollte folgende Tipps berücksichtigen:

  • Hunde auf der Fähre an die Leine nehmen und nicht im Auto zurück lassen. Zwar sind die Fahrzeuge nicht der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, jedoch herrschen im nicht klimatisierten Parkdeck tropische Temperaturen. Zudem werden die Schotten während der Fahrt verschlossen, der Aufenthalt im Parkdeck ist verboten. An Deck herrscht Beisskorbzwang, der wird aber nicht exekutiert.
  • In Mola, im Westen der Insel kurz vor Porto Azzuro an der SP26, gibt es einen dezidierten Hundestrand. Trotzdem würde ich eher dazu tendieren den Hund zu einem der oben beschriebenen Buchten mitzunehmen, sofern er auch in unwegsamen Gelände kein Problem hat.
  • In vielen Internettipps wird auch der Strand Fonza als hundetauglich erwähnt.
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Ein Kommentar zu Insel Elba…

  1. Tja, Dinge können so einfach sein. Danke 🙂

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