Windows 8 Upgrade Story

Alle (vier) Jahre wieder… Es ist Herbst. Die Tage werden kürzer, draußen weht ein eisiger Wind der die Blätter zum Fallen bringt. Es regnet. Kein Grund auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen. Was tun mit der freien Zeit? Gott sei Dank hat Microsoft eine Lösung für uns: ein Upgrade des noch gar nicht so alten Windows 7 auf die neueste, „tabisierte“ Version 8. MS macht es einem einfach, das Upgrade gibt’s online für weniger als 30 Mäuse.

Ausgangssituation
Die Konfiguration des für diesen Artikel herangezogenen PC kann hier nachgelesen werden. Kurz: Ein paar Monate alte Hardware mit ein paar Fallstricke im Setup, etwa SSD und HDDs mit unüblicher Partitionierung. Aus Windows Sicht upgraden wir von Windows 7 Ultimate 64 Bit auf Windows 8 Pro 64 – eine Ultimate Variante gibt es nicht mehr.

Wer übrigens das Upgrade macht, ohne ein altes Windows auf dem Rechner zu haben, findet hier einen Trick.

Also einfach mal auf die Upgrade Seite von MS gesurft, und den entsprechenden Assistenten heruntergeladen. Dieser scannt sogleich das System und kommt recht flott zu dem Schluss, dass ein paar Programme deinstalliert oder aktualisiert werden müssen. Darunter die Firewall Comodo (Freeware Edition, für die gibt’s per dato unter Windows 8 kein Update) und Avira Antivir (detto – interessant dass man noch mit der Werbung für die erst kürzlich erschienene Version 2013 genervt wurde). Das macht schon einmal ein mulmiges Gefühl, für ersteres gibt’s immerhin die Windows Firewall als Teil von Windows 8, für zweiteres maximal den Windows Defender – beides eher ein schlechter Kompromiss. Nebenwirkungen eines knausrigen „early adaptors“ eben. Dafür betritt man ja auch eine „neue PC Ära“ (OT MS).

Warnung
Hier sei noch erwähnt, dass ich keinerlei Haftung für Angaben in diesem Artikel übernehme. Es ist müßig zu erwähnen, dass vor jeder Systemänderung ein Backup der Benutzerdaten durchzuführen ist.

Aber wer lässt sich davon schon abschrecken. Ein wenig stutzig machte mich noch der Hinweis, dass die VIA HD Audio Treiber nicht kompatibel wären, aber wer braucht schon Audio… also los geht’s mit dem Upgrade… um dann gleich wieder eine Notbremsung einzulegen: Windows braucht zwecks Upgrade 20GB freien Platz auf der Bootpartition. Da meine 64GB SSd aber schon mit fast 50GB zugemüllt wurde – obwohl (fast) alle Applikationen und Benutzerdaten auf separaten Partitionen liegen – bleibt nicht viel übrig als ein Upgrade meiner Hardware vorzunehmen.

SSD Tausch

Nach kurzem Gegoogle und Durchklicken von unzähligen nervigen Werbeversprechen – muss mal mein Ghostery wieder installieren – hab ich meine Wunschplatte gefunden: Die Corsair Force GT 120 SATA3. Wer etwas unter Zeitnot ist (ja, es ist Samstag Nachmittag, wie üblich) nimmt auch gern mal den zweiten oder dritten in der Geizhalsliste. Nach etwa 1,5h Fahrt und @120.- leichter steh ich nun da:

Wie bekomm‘ ich die Daten von der alten auf die neue SSD?

Natürlich bin ich nicht der Erste mit dem Problem, entsprechend gibt es wirklich gute Tools. Ich entschied mich für YUMI mit der ISO von Parted Magic. Damit bekommt man einen USB Stick mit einer bootbaren Linux Dist die zwei wichtige Tools enthält: Gparted und Clonezilla. Beides mächtige Tools zum klonen und manipulieren von Partitionen ohne Windows.

Dank dieser Tools ist es ein Klacks den Inhalt der kleinen alten SSD auf die große neue zu kopieren und schließlich die Partition so zu erweitern, dass der kostbare neue Platz auch genutzt werden kann. Wichtig zu erwähnen: für das Klonen müssen beide SSDs gleichzeitig im Rechner anschlossen sein, entsprechend für SATA Strom- und Datenanschlüsse Ausschau halten!

Danach wird der Assistent nochmals bemüht und nach einigen Minuten Wartezeit ist es dann soweit, Windows 8 bootet mit der Metrooberfläche. Über das Für- und Wider der neuen, tabletoptimierten GUI gibt es unzählige Meinungen. Für mich bringt sie am Desktop keinerlei Mehrwert – im  Gegenteil, es wird imho noch unübersichtlicher.

Windows 8: Was geht – und was nicht (mehr)

Im Folgenden werde ich sukzessive Updates über die neusten Erkenntnisse geben, was unter Windows 8 plötzlich nicht mehr funktioniert – ohne dass der Assistent explizit darauf hingewiesen hätte.

Virtual PC

Ein extrem nützliches Tool unter Windows 7 war Virtual PC. Damit ließen sich sehr komfortabel virtuelle Maschinen erzeugen, Windows XP Lizenz inklusive. Und das völlig kostenlos und noch dazu direkt von Microsoft, weshalb die Integration in den Desktop beispielhaft komfortabel gelang.

Unter Windows 8 gibt es nun Hyper-V, der technisch noch ausgereifter sein soll als Virtual PC. Abgesehen von den höheren Hardwarevoraussetzungen bringt Hyper-V ein großes Manko mit: die von Virtual PC erzeugten VMs können nicht einfach in Hyper-V geladen werden. Vielmehr sind dazu einige wichtige Schritte notwendig, wie dieser Artikel verrät. Um Hyper-V zu aktivieren, gehe sie wie hier beschrieben vor.

Update – VIA Treiber

Für den oben angeführten Fehler bezüglich dem VIA HD Audio Treiber gibt es eine neue, Windows 8 kompatible Version von VIA direkt.

Update 07.11.12

Zu Avira Antivir und Windows 8 Problemen gibt es mittlerweile einig Aufmerksamkeit von einschlägiger Presse.

Ein weiteres Programm, das seit dem Upgrade nicht mehr reibungslos funktioniert ist der Checkpoint SSL Network Extender. Dieses Problem lässt sich durch eine Deinstallation und Neuinstallation des folgenden Packages lösen.

Update 08.11.12

Während die dunkle Seite der Macht bereits das Gefahrenpotential für Schädlinge aufgrund von Windows 8 Upgrades offene PCs korrekt einschätzt und entsprechend reagiert, sind die MS Security Essentials nach wie vor nur für Windows 7 erhältlich.

Update 10.11.12

Virtual Clone Drive funktionierte erst nach einer De- und Neuinstallation. Eine Alternative wäre z.B. die freie Version der Deamon Tools.

Update 25.11.12

Die BKU der a.sign Software funktionietrt erst nach einer De- und Neuinstallation wieder. Dazu folgende Tipps:

  • Achten Sie darauf, dass alle a.sign Produkte korrekt deinstalliert wurden (in Systemsteuerung/Programme prüfen).
  • Speziell bei der Deinstallation der BKU trat der nervige Fehler auf, doch zuerst die BKU zu deaktivieren. Das funktioniert leider nicht mal mittels Taskmanager, da als Service gestartet. Mit Hilfe der Sysinternals (funktionieren auch unter Windows 8 noch bestens) kann man den Start des entsprechenden Services deaktivieren und dann Windows neu starten.
  • Bei der Neuinstallation am besten den a.sign full installer verwenden.
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