Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs

Als grundsätzlicher Fan von Aufbau- und Strategiespielen verschiedener Variationen, war ich natürlich sehr neugierig, als ich Anfang letzter Woche den sechsten Teil der Siedlerserie in den Händen hielt.

Das Spiel bietet die branchentypischen Features für Einzelspieler sowie einen Mehrspielermpodus. Für Neulinge empfiehlt sich auf alle Fälle das Tutorial zu spielen, das schnell und zielsicher in die wichtigsten Eckpunkte einführt. Für mehr hilft einem in den meisten Fällen das Handbuch auch nicht weiter, weshalb man es getrost vergessen kann. Und leider stellt sich die Sinnfrage in vielen Situationen…

Für Fortgeschrittene und Profis empfiehlt es sich gleich den Kampagnenmodus zu starten und die 15 Missionen zu spielen oder aber sich mit Freunden un Bekannten im Onlinemodus zu duellieren.

Technisch spielt das Game so ziemlich alle Stückerl, sehr hübsch gezeichnete und animierte 3D Grafik, vom Wasserfall bis zum Dammhirsch bewegt sich doch ganz schön viel am Schirm, was aber der Übersichtlichkeit aber nicht schadet.

Das Spiel bietet einige neue, interessante Features, wie z.B. Ritter mit verschiedenen Fähigkeiten oder Ausbau des Reiches mittels Außenposten regionenweise. Der Kampagnenablauf ist in einer netten Story mit Zwischensequenzen verwoben, sodass es auch einen realistischen Hintergrund erhält.

Im Laufe des Spiels findet man sehr schnell heraus, welche Unterschiede es zwischen der Siedler- und der Anno-Reihe gibt. Das Wirtschaftssystem ist sehr einfach ausgebildet, oft schlicht unrealistisch. Abgesehen von den teilweisen einfach-kuriosen Produktionspfaden ist es für mich nach wie vor absolut nicht verständlich, warum es nur ein Lagerhaus gibt. Dadurch werden vor allem für Rohstofferzeuger, die sich meist am Rande der Stadt befinden die Wegzeiten so lang, dass diese einfach viel zu viel Zeit mit dem Transport verbringen. Ebenso gibt es keine direkte Eingriffsmöglichkeit die zwischengelagerten Produkte schon vor der magischen Anzahl von neun Teilen zum Lagerhaus bringen zu lassen, damit diese allen Weiterverarbeitern zur Verfügung stehen.

Am schlimmsten ist die Umsetzung der Militärkomponente geraten. Abgesehen davon, dass es nur zwei Truppen gibt (Schwertkämpfer und Bogenschützen), sind diese oft strohdumm und lasen sich in vielen Situationen nur mangehalft steuern. Da kommt es immer wieder vor, dass sich ein eigenes Bataillon von Wölfen und Bären auffressen lässt, anstatt sich automatisch zu verteidigen (andererseits kann man das auch als Vorteil nutzen). Die mangelhafte Steuerung führt im Realtime Kampf zu Manöver, die man so niemals geplant hatte.

Zusätzlich verschärft wird die Situation bei den Kampagnen, wo oft Dinge passieren, die sich einem auch nach unzähligen Spielversuchen schlicht nicht erschließen (nach dem Motto manchmal gehts, manchmal nicht). Ein mehrmaliges Speichern hilft da oft den Frustlevel gering zu halten.

Das Spiel entbehrt trotz der vielen Kritikpunkte nicht eines gewissen Suchtfaktors, was auch mich dazu bewog mich bis zum Schluss durchzukämpfen. Und mittlerweile gibt es ja auch schon den zweiten Patch…

Tipps:

  • Wer sich überlegt, das Spiel zu kaufen, sollte unbedingt vorher mal in den einschlägigen Foren stöbern.
  • Für den Fall, dass ihr bei einer Mission pardut nicht weiterkommt, hier meine Savefiles für den Direkteinstieg in alle Missionen als RAR Archiv.
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1 Antwort zu Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs

  1. Algodscoili sagt:

    Thanks for this post, I am considering talking about the same in my blog.

    vliyanie viagry

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